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Moerder

Es fällt mir nicht schwer
Schatten von Dunkelheit zu unterscheiden
Denn ich bin die Nacht.
Ich zeige euch wie man verliert.
Manches ändert sich nie.
Ich ändere mich stetig.
Meine Beziehung zum Tag bleibt die Gleiche.
Er taucht auf und geht wann er will
Und lässt mich alleine zurück.
Geschichte ist Geschichte, ich dachte sie wäre vorbei.
Ich habe nicht verloren.
Ich komme nur so selten dazu zu gewinnen.
Doch bevor er sich umbringt, komme ich zurück.
Immer wieder. Und dieses Mal werde ich bleiben. Für immer.




Flammen

Vor mir steht er, der Baum mit der lodernden Krone
Fasziniert betrachte ich ihn
Wie sich das Feuer nach oben frisst
Als wäre es ein Tiger, eine Gazelle anspringend
Vor, immer weiter vor drängt das Feuer
Bis der ganze Baum in Flammen steht
Eine Eiche, vermute ich
Eine Eiche in lodernden Flammen aufgegangen
Der Tiger setzt an,
Setzt an der Gazelle die Schlagader aufzufetzen
Erste Äste brechen zu Boden
Glut bäumt sich auf
Der Wind trägt sie in alle Richtungen
Wie ein gleißend helles Feuerwerk
Ein Windstoß trägt die Glut hoch hinauf
Weitere Äste, starke Äste brechen herab
Es regnet! Nicht Regen, Glut! Glut regnet es!
Der Tiger reißt die Gazelle zu Boden
Der Baum fällt! Das Feuer bezwingt die Eiche
Der Tiger versetzt der Gazelle mit der Pranke
Den letzten, den tödlichen Hieb
Der Baum, jetzt brennt er lichterloh
Glut prasselt auf die Erde nieder
Sieh, endlich öffnet sich der schwarze Himmel!
Es regnet! Nicht Regen, Blut! Blut regnet es!




Der Himmel

komm auf mich zu und scheine mich zu verschlingen
ich habe angst denn was wird er jetzt tun
er kommt näher umfasst mich verdüstert die schatten
das sonnenlicht erstickt und ich ringe um luft
ich kann mich nicht wehren
an meinem nacken rinnen herab
warm und langsam meine tränen mein leben
mein gesicht verkrustet
das blut es trocknet
der schnee er schmilzt
das erbarmen ist nah
befreie mich von der furcht
stürze dich herab und komm auf mich zu
verdunkle die erde vernichte das leben
meine leben und schenke uns macht
ich brauche die hoffnung das leben das licht
das leid und die lügen sieh nur er bricht
er kämpft um sein leben ich schenke ihm meins
was ist es schon wert ich habe nur eins




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Lass mich meinen Weg noch gehen
Lass mich rennen, lass mich laufen
Lass mich auf dem Friedhof stehen
Und erst hinterher verschnaufen.

Die Zeit, sie rennt, will auch mithalten
Die Zeit, zum schwarzen Horizont
Die Zeit wird deines Herzschlags walten
Wie ich das einst im Grab gekonnt.

Mein Tod, er wird mir ein Genuss sein
Mein Tod wird später für mich sterben
Mein Tod war mein Leben für sich allein
Wird Zeit ihn doch noch zu beerben.

Dein Leben wird im Grabe enden
Dein Leben wird sich an dir rächen
Dein Leben gilt es zu veschwenden
Es wird sich niemals an dir brechen.

Ich bin wie es ist zufrieden
Ich bin völlig zuversichtlich
Ich bin die Macht dich zu besiegen
Denn ich weiß, er rettet mich.




Traum-Haft

Auf die Ohnmacht folgt die Angst,
Die Wut und die Verdammnis
Ich wünschte sehr, es wär’ mir kalt
Durch Fenstergläser zieht es.

Die Stärke meines Glaubens
Ach, wenn er nur vorhanden
Zieht gleich mit meiner Würde
Durch schuldvoll sanfte Taten.

Im Krieg der Menschheit
Knapp geschlagen, verraten
In Gefangenschaft, perfektes Ende
Für die Folgen schwere innehielten.

Gebrochen ist der Geist der Helden
Der einst die Stimmen klärte
Auf Wegen der Gegebenheit
Bleibt sicherlich das Zuchthaus.

In die Ferne schweift der Sinn
Der Körper bleibt bedrängt
Von Männern die ihn woll’n und seh’n
Aus Angst, sie könnten fliehen.




Hilfe

In den Fußspuren des Morgengrauens
Findet sich so mancher Nebelschleier
Der uns wieder daran erinnert
Wie schön es doch war als es
In der Nacht regnete.

Getrocknet sind die Tränen des Sonnenstrahls
Der die Tropfen glitzernd umgab
Und ihnen erzählte dass der Sturm
Sie mitreißen würde dorthin
Wo sie sich in Träumen befinden würden.

Das Tanzen der Staubpartikel im hellen Licht
Des vollen Mondes erinnert das Meer
An die vergangenen Tage des Windes
Der die Teilchen in Bewegung versetzte
Um sie zum lächeln zu bringen.




Der Tod ist ein Meister der Schuld

Vergangen, gehasst und doch so geliebt
Wie eine Orchidee im Wind verloren
Fühlt es sich nicht richtig an
Das leise Sehnen nach neuem Misstrauen.

Die innere Uhr schon längst tot
Während die Schwärze des Lebens
Unsere blutenden Herzen verlässt
Die Angst in die Sklaverei verkauft.

Die unüberwindbare Schuld unserer Ahnen
Lächelt uns an wo sonst Osterglocken blühen
Und lässt die Hoffnung ersticken
Wie sonst nur der Tod es gekonnt.

Er ist ein Meister aus Deutschland
Seine Augen sind blau oder grün
Nach Lichtverhältnissen sortiert
Seine Waffen der Hilflosigkeit.

Sie ist lange her die Sünde unserer Ahnen
Wir begegnen ihr mit Selbstverständlichkeit
Alltäglich konfrontiert mit Würdelosigkeit
Ist es doch nicht mehr die Schuld

Meiner Generation? Die sitzt und lacht
Und die Fesseln der Zeit beweint
Das Schicksal der lebenden Toten damals
Liebe siegt nie über machtloses Spiel.




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